Babyplanung – MS Betroffene müssen nicht auf eine eigene Familie verzichten

 

An einer Multiplen Sklerose (MS) erkranken meist junge Erwachsene, und zwar überwiegend Frauen. Da stellt sich nach dem ersten Schock über die Diagnose neben vielen anderen Fragen auch die nach der künftigen Familienplanung. Ist es möglich, mit MS ein Baby zu bekommen und aufzuziehen? Ist die Fruchtbarkeit von der Krankheit betroffen, und was muss bei einer Schwangerschaft beachtet werden?

 

Zeugung und Schwangerschaft meist gut möglich

„Die Multiple Sklerose ist keineswegs ein Grund, nicht schwanger zu werden“, erklärt dazu die Privatdozentin Dr. Kerstin Hellwig in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „MS persönlich“. Die Neurologin betreut unter anderem das „Deutschsprachige Multiple Sklerose- und Kinderwunsch-Register“ (DMSKW) und verfügt über umfangreiche Erfahrung mit dem Thema. Sie rät Frauen mit MS, den Kinderwunsch mit ihrem behandelnden Neurologen zu besprechen. „Denn es ist speziell im Hinblick auf eine geplante Schwangerschaft besonders wichtig, mit einer adäquaten medikamentösen Behandlung für eine gute Krankheitskontrolle zu sorgen.“ Die Schwangerschaft selbst verläuft bei MS-Patientinnen im Grunde wie bei gesunden Frauen und sie bringen genauso häufig gesunde Kinder zur Welt. Die Schubhäufigkeit nimmt während der Schwangerschaft meist sogar ab, steigt allerdings nach der Geburt oft wieder an. Bei Männern mit MS sieht die Sache noch unkomplizierter aus: „Männer können bei den meisten Medikamenten, die sie zur Therapie der MS einnehmen, problemlos ein Kind zeugen“, so Hellwig. Unter http://www.ms-persoenlich.de. gibt es mehr Informationen zum Thema sowie die Möglichkeit, die Zeitschrift zu abonnieren.

 

Leben mit Kind und MS

Zur Familienplanung gehören aber nicht nur Zeugung und Schwangerschaft, sondern auch das Leben mit dem Kind. Und das kann zeitweise extrem anstrengend sein. Deshalb sollten sich Paare sorgfältig auf die vielen Veränderungen in ihrem Leben vorbereiten. Wichtig ist es zum Beispiel, sich frühzeitig um ein gut funktionierendes Netzwerk aus Helfern zu kümmern – zum Beispiel Großeltern, Geschwister, Freunde oder auch Profis wie eine Familienhelferin. Sie können einspringen, wenn der an MS erkrankte Elternteil einen Schub hat oder anderweitig Hilfe benötigt wird. Hier gilt der Spruch, dass es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen, in besonderer Weise.(djd).

 

Ist MS vererbbar?

(djd). Wenn MS-Erkrankte eine Familie gründen wollen, machen sie sich natürlich auch Gedanken darüber, ob das Kind die Krankheit erben könnte. Zum Glück ist MS keine Erbkrankheit im engeren Sinne, lediglich eine gewisse Veranlagung kann von den Eltern an den Nachwuchs weitergegeben werden. Während das MS-Risiko in der gesamten Bevölkerung bei zirka 0,05 bis 0,1 Prozent liegt, haben Kinder mit einem erkrankten Elternteil ein ebenfalls recht niedriges Risiko von etwa drei Prozent. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „MS persönlich“ gibt es viele weitere Informationen rund um Familienplanung mit MS.

 

 

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